Sportverein Eddigehausen 1922 e.V.

 

Vereinsgeschichte

 

Am 25. Februar 1922 gründeten ca. 30 junge Männer den Männerturnverein Eddigehausen. Zweck des Vereins war „Gelegenheit zu gemeinsamen Turnübungen zu bieten, um dadurch das Turnen als Mittel zur körperlichen und sittlichen Kräftigung zu haben“. Erster Vorsitzender war W. Goßmann.

In den Jahren 1923 bis 1928 wurde dann unter dem Vorsitzenden Robert Wendenburg der Sportbetrieb aufgenommen. Zunächst wurde ein Reck aus Bovenden geliehen, dass aber kurze Zeit später zurückgegeben werden musste. Am 8. März 1924 wurde beschlossen das erste eigene Reck für 70,00 Mark anzuschaffen. Ein Pferd wurde gespendet und die Turnabende fanden im Saal des Turnbruders Vogt statt. Über das Turnen hinaus wurden die sogenannten volkstümlichen Sportarten auf der Deppoldshäuser Wiese betrieben und auch Wettkämpfe und Turnfeste in der Umgegend besucht.

Im Juni 1926 wurde auf Anregung des Bezirksturnwarts eine Damenriege gegründet, die in den Verein aufgenommen wurde. Die Anträge, den Namen des Vereins zu ändern wurden jedoch von der Mitgliederversammlung abgelehnt. 1927 gehörten dem Verein dann schon 66 Mitglieder an. Bemerkenswert ist, dass anlässlich der Mitgliederversammlung 1927 beschlossen wurde, das Rauchen während der Turnstunden zu untersagen.

1938 schlossen sich dann der MTV und der ortsansässige Schützenverein zusammen mit den Namen: Sportverein Eddigehausen.

Nach Kriegsende wurde der Verein durch die Militärverwaltung aufgelöst und das Vereinsvermögen eingezogen. Zur Wiedergründung kam es am 13. Januar 1947, die endgültig in 1948 genehmigt wurde. Der Name lautete: Volkssportverein Eddigehausen.

1952 wurde nach langem und unermüdlichem Einsatz vieler Dorfbewohner im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30-järigen Vereinsbestehens der Sportplatz Rauschenwasser eingeweiht. 1956 wurde dann erneut die Schützenabteilung ins Leben gerufen. Der Sportbetrieb war in den späten 50iger Jahren weitgehend durch Handball, Leichtathletik und den Schießsport geprägt. Tischtennis kam hinzu, das Turnen trat in den Hintergrund.

Am 5. Oktober 1957 konnte Richtfest für das Vereinsheim gefeiert werden, das wieder in Eigenleistung entstanden war. 1958 fand die Einweihung im Rahmen eines Handballturniers statt. 1959 wurden dann 60 Pappeln rund um den und auf dem Sportplatz gepflanzt, die noch heute das Bild des Sportplatzes prägen. 1966/1967 wurde das Sporthaus erweitert und erhielt sein heutiges Aussehen.

1969 wurde der Verein im Vereinsregister des Amtsgerichts Göttingen eingetragen.

Ein besonderes Fest feierte der Verein 1971. Am Vorabend der Kirmes am 11. September 1971 fand in einem eigens für die Festivitäten aufgebauten Festzelt ein Gastspiel der „Original Egerländer Musikanten“ unter der Leitung von Ernst Mosch statt. Dem Jubiläumsheft zum 50-jährigen Bestehen des Vereins ist zu entnehmen, dass ca. 3.000 Besucher in ca. 1.700 PkW angereist waren. Im gleichen Jahr wurde auch die Sporthalle in Eddigehausen einschließlich Kegelbahn und Schießanlage errichtet. Im Frühherbst 1972 konnte der Sportbetrieb aufgenommen werden. 1976 gehörten dem Verein dann schon 431 Mitglieder an.

Im Februar 1978 fiel mit einem Vorstandsbeschluss der Startschuß für die Erweiterung des Vereins um eine Sparte Tennis, die nach dem Bau von 3 Hartplätzen im Herbst 1978 den Spielbetrieb aufnahm. Durch diese Erweiterung des Sportangebots wurde 1980 die Mitgliederzahl von 612 erreicht.

Ende der 80er Jahre wandelte sich der Trend. Die Zahl der Austritte stieg, so dass die Handballsparte am 6. Juni 1990 mit dem Bovender Sportverein zusammengelegt und die HSG Plesse gegründet wurde.

Herausragend waren dann die weitgehend vom Sportverein mitgestalteten festlichen Aktivitäten zur 800-Jahr Feier des Ortes und des 70-jährigen Bestehens des Vereins in 1992. Eine umfangreiche Festschrift berichtet über die Aktivitäten zum 75-jährigen Geburtstag des Vereins als „Plesse-Echo“ 1997.

Der 80. Geburtstag wurde am 1./2. Juni 2002 wieder in einem Festzelt auf dem Sportplatz gefeiert. 276 Teilnehmer konnten bei der Laufveranstaltung “Eddigehausen rennt” begrüßt werden. Längste Einzelstrecke: 6 Runden, 34,2 km.


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